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ÜBER UNS

 

 

„Kniet euch rein, es lohnt sich, weiter für die gute Sache zu kämpfen.“ 
Gründer Helmut Köglberger (1946-2018)

Wofür ACAKORO steht

Das Projekt ACAKORO Football wurde 2013 im Korogocho-Slum, Nairobi, Kenia, gegründet und wird gemeinsam vom österreichischen „Hilfsverein ACAKORO“ und dem kenianischen Verein „ACAKORO Community Based Organization (CBO)“ betrieben. Ziel aller Bemühungen ist es, sozial stark benachteiligten Kindern sowohl eine akademische als auch eine sportliche Ausbildung angedeihen zu lassen, wobei die Werte des Fußballs als Lebensschule dienen.

150 sozial stark benachteiligte Jungen und Mädchen zwischen 7 und 17 Jahren werden bei ACAKORO Football von 14 lokalen Mitarbeitern betreut. Allen Kindern wird der Schulbesuch in einer von 4 Partnerschulen ermöglicht, indem Schulgebühren bezahlt, Schuluniformen und -materialien bereitgestellt werden. Außerdem bietet ACAKORO Football regelmäßigen Nachhilfeunterricht an.

Tägliches Fußballtraining mit allen notwendigen Equipment und Character-Development-Schwerpunkt, ein warmes Abendessen, sicherer Heimtransport sowie die medizinische Versorgung aller Kinder sorgt dafür, dass die Kinder rundum versorgt sind und die Möglichkeit haben, ihre Kindheit kindgerecht zu erleben.

Aufwachsen in extremer Armut

Der Slum Korogocho

Das Leben im Slum Korogocho ist hart. Viele Menschen wissen am Morgen nicht, was sie tagsüber essen werden und ob sie am Abend hungrig zu Bett gehen. Das betrifft besonders Kinder, die schon als ganz kleine, mit 5 oder 6 Jahren, auf sich allein gestellt sind und irgendwie durch den Tag kommen müssen, weil ihre oftmals alleinerziehenden Mütter oder Väter versuchen, etwas Geld zu verdienen. Für beinahe alle der 200.000 Einwohner ist es ein ständiger Kampf ums Überleben. Ein Dach über dem Kopf haben die meisten. Sie wohnen in 1-Zimmer-Wellblechhütten, wo sich nicht selten bis zu 8 Personen auf 10 m2 aufhalten. Geschlafen wird, wo sich Platz findet, auch am nackten Boden. Wenn es regnet, dringt das Wasser in die Hütte. Und weil es keine Schränke oder Kästen gibt, wo man Dinge des täglichen Gebrauchs aufbewahren könnte, muss die ganze Familie die Haushaltsutensilien ins Bett legen und auf dem nassen Boden schlafen oder die verregnete Nacht über müde ausharren. Strom gibt es in etwa in der Hälfte aller Wohnbehausungen, wenngleich er so gut wie jeden Tag für mehrere Stunden ausfällt. Die Wasserversorgung ist noch schlechter, woraus entsprechend schlechte hygienische Bedingungen resultieren.

Wer in Korogocho aufwächst, der wächst mit der täglichen Erfahrung auf, dass seine menschlichen Grundbedürfnisse nicht gedeckt sind. Dass die allermeisten Kinder, die aufgrund der elterlichen Notwendigkeit, das Überleben der Familie irgendwie sicherzustellen, in vielen Fällen verwahrloste Heranwachsende werden, ist der überall sichtbaren, existentiellen Not geschuldet. Ohne ausreichende Schulbildung, ohne berufliche Fertigkeiten, die ihnen niemand beigebracht hat, oft auch ohne grundlegende soziale Fertigkeiten wie Respekt, Pünktlichkeit oder Empathie gelingt es den Jugendlichen nachvollziehbarerweise nicht, aus dem Teufelskreis der Armut auszubrechen und den Slum hinter sich zu lassen. Ganz im Gegenteil werden die meisten in jungen Jahren ihrerseits schon Eltern und setzen den Kreislauf des Elends mit ihren eigenen Kindern fort. Gewalt, Drogenmissbrauch, Kriminalität und Hunger sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel im Leben der Bewohner.

ACAKORO versucht seit 2013, dem Kreislauf des Elends im Korogocho-Slum etwas entgegenzusetzen. Und das mit beachtlichem Erfolg. Durch die Konzentration auf 150 Mädchen und Jungen und die umfassende Betreuung jedes einzelnen Kindes gelingt es in den allermeisten Fällen, dass die Kinder für sich eine Perspektive entwickeln und eine Zukunft außerhalb des Slums erreichen. 

3-säuliges Lernmodell

Schulisches Lernen
Für alle 150 ACAKORO-Kinder werden sämtliche Kosten, die mit dem Schulbesuch einhergehen, übernommen. Hinzu kommt, dass ACAKORO in ständigem Austausch mit den Lehrerinnen und Lehrern steht und das regelmäßige Lernen der Kinder im Auge hat. Das schulische Lernen, das als Basis für das berufliche Fortkommen der Kinder außerhalb des Slums nicht hoch genug zu bewerten ist, endet mit dem erfolgreichen High-School-Abschluss mit 18 Jahren. Für Kinder, die Schwächen in manchen Fächern haben, bietet ACAKORO mit eigenen Lehrer*innen eine umfassende Nachmittagsbetreuung an. Das schulische Lernen steht bei ACAKORO an erster Stelle, ist Bildung doch die Grundlage für jedwede weitere persönliche Entwicklung!

Spielerisches Lernen
Jeden Tag nach Schulschluss kommen alle Kinder zu ACAKORO. In 6 Mannschaften wird auf 2 Fußballplätzen trainiert. Dabei dient der Fußballsport dazu, die Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. So steht jede Trainingswoche bei ACAKORO mit einer besonderen positiven Charaktereigenschaft in Verbindung, sei es Fair-Play, Teamgeist, Respekt, Einsatzbereitschaft, Umgang mit Niederlagen, Leidenschaft, Selbstvertrauen, etc. Durch diesen Ansatz wird Fußball bei ACAKORO zur nachhaltigen Lebensschule und lässt sich die positive Kraft des Sports in das tägliche Leben der Kinder integrieren.

Berufliches Lernen
ACAKORO-Absolvent*innen haben die Möglichkeit, ein berufsorientiertes College zu besuchen. Auch wenn die dann schon volljährigen Jugendlichen nicht mehr Teil des täglichen Programms bei ACAKORO sind, so bietet ihnen die Übernahme aller Kosten durch ACAKORO die Möglichkeit, eine Berufsausbildung in einem der angebotenen handwerklichen Berufe zu durchlaufen. Diese dauert, je nach Beruf, ein bis zwei. Jahre und erhöht die Chancen, nach Abschluss einen Arbeitsplatz zu finden und in Zukunft außerhalb des Slums zu leben.

 

Seit 2013 haben über 500 Kinder das ACAKORO-Ausbildungsmodell durchlaufen. Die überwältigende Mehrheit hat es geschafft, den Slum und das damit verbundene Elend hinter sich zu lassen und bestreitet ein positives Leben mit Beruf und Familie in einem nicht von extremer Armut geprägten Stadtteil Nairobis. Einige Absolvent*innen von ACAKORO haben es auch geschafft, ihr Hobby zum Beruf zu machen und spielen in einer der beiden höchsten Fußballligen Kenias als Berufsfußballer*innen. So gut wie alle Absolvent*innen sind nach wie vor mit ACAKORO verbunden, besuchen nachmittägliche Fußballtrainings oder beteiligten sich in irgendeiner anderen Form an den ACAKORO-Programmen. 

In den vergangenen 10 Jahren ist es gelungen, ein nachhaltiges Zusammengehörigkeitsgefühl zu erzeugen, dass aus ACAKORO mehr macht als ein Entwicklungsprojekt. ACAKORO ist ein Ort, an dem sich Kinder aufgehoben fühlen, eine zweite Familie!

was bereits erreicht wurde

Nachhaltige Erfolge

ACAKORO errichtet einen Multisport-Funcourt für Fußball, Handball und Volleyball für alle Kinder im Korogocho-Slum!

Die Unter-11-Mannschaft der Jungen triumphiert beim Donauauencup in Österreich durch einen 1:0-Finalsieg gegen FC Barcelona!

Die nächste Generation der U11-Jungen wiederholt den Triumph beim Donauauencup mit einem 4:3-Finalsieg gegen Atletico Madrid!

ACAKORO unterzeichnet ein Memorandum of Understanding zur erweiterten Zusammenarbeit mit dem kenianischen Sportministerium!

ACAKORO unterstützt das kenianische Sportministerium bei der Replikation des ACAKORO-Modells für 150 Kinder im Slum Mukuru kwa Njenga in Nairobi!

ACAKORO wurde vom österreichischen Sportministerium im Bereich "Nachhaltiger Sport" ausgezeichnet!

Die Eröffnung des 1. Pay-to-Play-ACAKORO-Standorts für Kinder aus privilegierten Familien ist ein wichtiger erster Schritt in Richtung Eigenfinanzierung.

ACAKORO organisiert die erste Fußballliga für alle U12-Teams aus den Slums von Nairobi!

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